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Schloß Hopferau - eine bewegte Vergangenheit

1385         Die Herren von Hohenegg zu Vils treten die Hopfer-Au an Freyberg-Eisenberg ab
1468         Teilung der Herrschaft Freyberg-Eisenberg
1469         Ritter Sigmund-Friedrich von Freyberg-Eisenberg läßt Schloß opferau erbauen
1803         Schloß Hopferau wird Privatbesitz. Erster Besitzer: Postexpediteur Kolb
1830/40   
Besitzer Freiherr von Ponikau, Umbau des Schlosses durch Domenico Quaglio
1910/33     Besitzer Paul Segisser, Kunstmaler aus Karlsruhe, lebt und arbeitet auf Schloß Hopferau 
1937         Georg Halbich, Bildhauer in München, kauft das stark renovierungsbedürftige Schloß
1999         Die „Kultur-Stiftung Füssen im Schloß zu Hopferau“ übernimmt am 1. Februar  Schloß                          Hopferau, um dort ein Faksimilemuseum mit angeschlossenem Studienzentrum einzurichten

Schloß Hopferau - ein Kleinod im Ostallgäu

Schloß Hopferau liegt am nördlichen Rand der Gemeinde Hopferau und wird über die recht-winklig in die Hauptstraße einmündende Schloßstraße erschlossen. An der Nordseite ist das Anwesen durch eine Bruchsteinmauer abgegrenzt, die auf der Ostseite in einem, durch zwei Pfeiler begrenzten zweiflügligen Tor endet. Von dieser Haupteinfahrt führt eine Allee direkt auf die Stirnseite des Schlosses zu. Das Hauptgebäude ist als dreigeschossiger Satteldachbau errichtet. Die Dachkonstruktion dürfte in wesentlichen Teilen auf die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückgehen.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Hauptgebäude im neugotischen Stil umgebaut. Der dabei entstandene Treppengiebel, die drei Ecktürmchen sowie die Spitzbogenfenster im Giebel bestimmen das heutige Erscheinungsbild des Schlosses.
Der ebenfalls dreigeschossige Anbau mit der Segmentbogeneinfahrt an der Remise des Erdge-schosses stammt aus dem 18. Jh.; das Mansardendach wurde um 1829 durch ein abgewalmtes Dach ersetzt.

Öfen
Neben einigen neugotischen Öfen  im 1. und 2. OG gelten die beiden gleichförmigen Kachelöfen des späten 16. Jahrhunderts mit ihren zarten Kassettierungen, den Blumenvasen und Tiermasken als eine Besonderheit des Schlosses.

Glasgemälde
Im 2. OG auf einem Glasgemälde des späten 16. Jh. ist u.a. im Mittelbild die Hl. Katharina von Siena, Veronika mit dem Schweißtuch sowie Jakobs Traum abgebildet.

Taufbecken
Auf das 15./16. Jahrhundert wird das runde Taufbecken aus Füssener Marmor datiert, das den Treppenbereich im Erdgeschoß entscheidend prägt.

Interieur
Eine Tapete um 1820 schmückt den historischen Tafelsaal im 1.OG. Eine ähnliche Tapete findet sich in dem Bürgermeisterhaus von Rothenburg ob der Tauber.
In dem holzgetäfelten Rittersaal (2.OG) bestechen die spätgotische Holzdecke sowie das neugotische Mobiliar, entworfen von Prof. Hauberisser.